Ammoniten Nachbildungen als Gartendeko

Geschichte

Ammonit, bemoost,Steinguss

Nachbildung als Gartenschmuck-bemoost

Bezugsquelle: Atelier Andrea Wenzel, München

Fossilien als Kunstobjekt

Die Küste von Südengland. Dort werden viele Fossilien von Ammoniten gefunden

Ammoniten und ihre Geschichte

Fossilien zählen als Zeugen der Vergangenheit zu den faszinierendsten Entdeckungen, die sich in der Natur machen lassen. Eine große Gruppe von Fossilien ist wegen ihrer Formschönheit bei vielen Sammlern besonders begehrt: die Ammoniten. Gewundene, spiralförmige Schalen mit einzigartigen Mustern, die oft an Muscheln und Schnecken erinnern, aber doch zu einer ganz anderen, ausgestorbenen Gruppe von Tieren gehören – die Faszination der Fossilien ergibt sich aus ihrem Aussehen ebenso wie aus den vielen Jahrmillionen, die sie oft unter der Erdoberfläche auf ihre Entdeckung gewartet haben. Verständlich, dass diese Schmuckstücke heute nicht nur den Weg ins Museum finden, sondern auch als Sammler- und Dekorationsobjekte außerordentlich beliebt sind.

Ammoniten waren ursprünglich eine Gruppe der Kopffüßer, sind also eng mit den heutigen Tintenfischen verwandt. Anders als Tintenfische hatten sie allerdings Schalen, die Schneckenhäusern ähneln. Oft sind die kalkhaltigen Schalen und die papageienartigen Schnäbel die einzigen Teile des Tieres, die versteinert wurden, einzelne Funde deuten aber an, dass Ammoniten außerdem auch Fangarme hatten, die mit denen der Tintenfische vergleichbar sind. Versteinerungen dieser Kopffüßler können heute auf der ganzen Welt gefunden werden. Teilweise sind die Gehäuse außerordentlich groß: Das Rekordexemplar aus Westfalen hat einen Durchmesser von fast zwei Metern. Sehr viel häufiger sind aber "handliche" Exemplare, die kleiner als 50 Zentimeter sind.

Sie traten erstmals im Unterdevon auf, also vor etwa 410 Millionen Jahren. Über Hunderte Millionen Jahre hinweg stellten sie eine der artenreichsten Tiergruppen der Welt und überlebten mehrere Massenaussterben, bis sie schließlich von etwa 65 Millionen Jahren zwischen Kreide und Tertiär gemeinsam mit den Dinosauriern ausstarben. Der Grund für dieses Aussterben ist bis heute nicht vollständig bekannt, hängt aber wohl mit Nahrungsmittelknappheit zusammen. Als Ursache dafür werden häufig ein Asteroideneinschlag oder vulkanische Aktivität angenommen. Die nächsten heute lebenden Verwandten der Ammoniten sind die sogenannten Perlboote, die allerdings nicht die gleiche Größe erreichen und sich in der Anordnung der Fangarme deutlich unterscheiden.

Versteinerungen werden relativ häufig gefunden und zählen teilweise zu den sogenannten Leitfossilien: Da das Alter der verschiedenen Ammonitenarten oft recht gut bekannt ist, lassen sich aus Ammonitenfunden Rückschlüsse auf das Alter des umgebenden Gesteins ziehen. Dank ihrer Häufigkeit wurden diese vermutlich schon relativ früh in der Menschheitsgeschichte gefunden – einzelnen Berichten zufolge waren die Tiere schon im alten Rom bekannt. Heute lässt sich dies allerdings nicht mehr eindeutig nachvollziehen, da sich die Überlieferungen auch auf Muscheln oder Schneckenhäuser beziehen könnten. Als Sammlerobjekte sind die formschönen Gehäuse allerdings schon seit mehreren Jahrhunderten begehrt.

Häufig werden Schneckenformen von Liebhabern zur Verzierung von Gebäuden oder Gartenanlagen verwendet: Die spiralförmigen Gehäuse mit den einzigartigen Mustern sind ein echter Hingucker, der, richtig platziert, immer zu faszinieren weiß. Die archaischen Tiere aus dem Erdmittelalter haben dabei immer wieder auch Künstler inspiriert, die ihre Formensprache übernommen haben. Künstlerische Nachbildungen von Ammoniten können dabei auch selbst außerordentlich gelungene Dekorationselemente sein, die einem Garten das gewisse Etwas hinzufügen: Sie vereinen die natürliche Ästhetik der Fossilien mit erschwinglichen Preisen, ohne dabei die Faszination der Jahrmillionen hinter sich zu lassen. Als individuelles Dekoelement ziehen sie in jedem Garten zielsicher die neugierigen Blicke auf sich.